Kreuzfahrt oestliches Mittelmeer 2014

„Meere und Mythen“, so der Titel der Kreuzfahrt mit der Costa Magica.

 

Die Costa Magica, eines der 14 Kreuzfahrtschiffe der italienischen Gesellschaft „Costa Cruciere“ sollte uns eine Woche lang durch das oestliche Mittelmeer schippern. Nach den Schlagzeilen um die Costa Concordia war es mal wieder an der Zeit die positiven Aspekte einer Kreuzfahrt zu erfahren.

Vorab mal eine Einschaetzung:
Viele Eindruecke, Erlebnisse in kompakter Zeit, bei schoenem Ambiente auf vier Sterne Niveau…

Von der Einschiffung in Venedig, über die Landausfluege und zur Ausschiffung, eine Reise, von Profis organisiert und für jeden Geldbeutel machbar. Und dies wollten wir nachvollziehen.

Innenkabine Deck 1 (wohlgemerkt: über der Wasserlinie!) 2 Personen, Grundpreis 664,- Euro 

Anreise in Eigenregie mit dem PKW.

Die Anreise gestaltet sich problemlos. In 12 Stunden hat man die Anfahrt geschafft, mit Pausen.

Natuerlich muss man die Kosten für die Vignetten in Oesterreich, die Brenner-Maut, Spritkosten und die italienische AB-Gebuehr mit kalkulieren, (für Hin- und Rueckfahrt zusammen, knappe 300 Euro. Dabei empfiehlt es sich in Oesterreich zu tanken, die Spritkosten sind doch wesentlich guenstiger als in Italien.

Alternativ fliegt die Lowcost-Arline RyanAir auch Venedig an, der „Wasserbustransport“ vom Airport zum Schiffsterminal beträgt 30 Euro hin und rueck.

Nun, wir wollen unbedingt das hinlaenglich bekannte Venedig noch einen Tag genießen, buchten dort ein Mobilhome-Doppelzimmer auf dem Camping-Villiage-Jolly, nahe der Autobahn, ca. 15 Minuten von Venedig, Preis 50 Euro.

So koennen wir in aller Ruhe am Einschiffungstag nach der Gepaeckabgabe unseren PKW auf dem Costa Anlegeparkplatz abstellen (bei Reservierung 95,- Euro für die Dauer der Kreuzfahrt.

Per Wassertaxi (15 Euro Hin- u. Rücktour) geht es direkt bis zur „Haltestelle“ San Marco in die überfuellte aber immer wieder erlebenswerte Lagunenstadt.

Rechtzeitig bringt uns der Wasserbus zum Schiffsterminal zurueck zur Einschiffung.

Der Eindruck der anliegenden Costa Magica ist gewaltig. 3447 Passagiere mit 1027 Besatzungsmitgliedern, das 10 Jahre junge Schiff hat riesige Ausmaße, 272 m lang und 36 m breit, 12 Decks mit allem Komfort. Vier Schwimmbaeder, eigener Jogging-Parcours, Sport-Gym, Sauna mit Meerblick, Wellness- Beauty, Spielkasino und und und…

Das Schiff ist voll ausgebucht, und das Mitte September, wohl die ideale Reisezeit für diese von uns erwählte Route. Da wir auf einem Schiff und nicht in einer weitlaeufigen Hotelanlage sind bedeutet dies natürlich oft volle Restaurants und gut gefüllte Poolbereiche. Dies muss man wissen und akzeptieren koennen.

Nach der Kabinenbelegung (in diesem Fall Innenkabine Deck 1, natürlich noch über der Wasserlinie) und dem verpflichtenden Emergency Drill legt das Schiff ab Richtung „Bari“.

Zum „Emergency-Drill“ waere zu bemerken, dass die Ansage für die neuen Passagiere etwas konkreter erfolgen könnte. Auch die Uebung selbst koennte zuegiger von statten gehen. Das ist als konstruktive Kritik zur verstehen.

Der Schiffriese gleitet wie auf lautlosen Schienen, ein Genuss.

Die ersten Eindruecke von der Freundlichkeit aller Mitarbeiter, vom Empfang bis zum Kabinenpersonal (jede Kabine hat einen eigens benannten Kabinensteward), vom Restaurantservice bis zur Animation – alles ist gekennzeichnet von einer lockeren Freundlichkeit ohne irgendwelche aufgesetzt wirkende „Gastorientierung“.

In der „Lobby“ laufen vier glaeserne Aufzüge, dazu drei weitere Aufzugssysteme a sechs Lifts, Luxus pur.

Auf Deck eins hört man das gedaempfte Motorengeraeusch, eigentlich angenehm zum Einschlafen.

Das Dinner ist eine Wucht. Vier bzw. fünf Gaenge, jeden Abend serviert von einem speziell zugewiesen Ober Duo. Dies ist der Einstieg in den Abend.

Bari, Katakolon/Olympia, Piräus/Athen, Izmir und zurueck über Dubrovnik nach Venedig, das war die ca. 2200 Seemeilen umfassende Route.

Schon klasse was man in dieser Zeit zu sehen bekommt. Die Exkursionen an Land werden top organisiert, sind individuell und differenziert buchbar.

Die Preise für diese Ausfluege sind realistisch, für eine Familie natürlich dann recht stattlich.

Wer Mut zur eigenen Organisation hat, für den ist der Landgang in Eigenregie natuerlich moeglich. Fast überall gibt es die „Hop on – hop off Red Busses“, eine gute und preiswerte Alternative um die jeweilige Stadt kennenzulernen. Auch kann man direkt vom Hafen oder von der Anlegestelle Taxis in den jeweiligen Ort nehmen, und -falls gewuenscht- mit einer erweiterter Besichtigungstour. Alles eine Vereinbarungssache mit dem Chauffeur.

Auf die genannten Reiseziele und Anlegeorte soll an dieser Stelle nicht eingegangen werden.

Dies kann idealerweise mit dem „Marco Polo, Reisen mit Insidertipps“ geplant, erkundet und erforscht werden. Für jeden Tag gibt es am Vorabend auch eine Tagesplan- und Touristikbescheibung in der eigenen Kabine.

Die Tages- Abend- und Nachtaktivitaeten sind dort auch geschildert. Ein Angebot mit einer taeglich wechselnden Show im Theatro, anschließenden musikalischen Darbietungen und Tanzveranstaltungen, Themendisco und und und… - für jeden Geschmack findet sich was.

Eine Wucht ist natuerlich das Theatro mit dem ausgezeichneten Artisten- Saenger und Taenzerensemble. Keine Akteure aus einem „abgebrannten“ Theater, nein, das sind Profis mit Topdarbietungen.

Nach einer Woche geht die erlebnisreiche Kreuzfahrt zu Ende, „Time to say good bye“… wir muessen zugeben, ein bisschen Schwermut schwingt parallel mit dem an allen Decks hoerbaren Song jetzt mit.

Das Ausschiffungsprozedere ist wieder top organisiert. Der Abrechnungsmodus ueber die mit der eigenen Kreditcard parallelisierte Bordcheckkarte für die in Anspruch genommenen Zusatzleistungen erfolgt problemlos. Auch waren diese jederzeit über den Kabinenbildschirm aktuell einsehbar.

Das Gepäck der Passagiere wurde in der Nacht vom Kabinengang abgeholt und steht nun im Hafengebaeude uebersichtlich zur Abholung bereit.

Knappe 50 Meter sind es zum Parkplatz unseres Autos direkt an der Anlegestelle.

Eine Costa-Kreuzfahrt geht zu Ende.

Es wird nicht die letzte gewesen sein, das ist sicher.

https://www.costakreuzfahrten.de/

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